Langlebigkeit

Ls13

Der größte Nachteil von Glühlampen und Leuchtstofflampen ist die begrenzte Lebensdauer. Im industriellen Einsatz ein echter Kostenfaktor, zumal, wenn die Beleuchtungskörper an schwer zugänglichen Stellen positioniert sind und der Aufwand für den Austausch entsprechend hoch ist.

Die theoretische Lebensdauer bei Leuchtstoffröhren liegt bei etwa 8.000 Stunden, bei Glühlampen nur bei ca. 1.000 Stunden und bei Energiesparleuchten auch nur bei maximal 12.000 Stunden. Anders bei LEDs. Deren Lebensdauer liegt in der Regel bereits bei 50.000 Stunden. Zum Teil werden bei LEDs bereits Werte von 100.000 Stunden garantiert. Das bedeutet einen ununterbrochenen Betrieb von ca. 11,5 Jahren.

Besonderheit bei LEDs: Im Gegensatz zu anderen Lichtquellen fallen LEDs nicht plötzlich aus, vielmehr lässt die Leistung langsam nach. Die theoretische Lebensdauer besagt auch, dass die Lichtausbeute im Mittel auf 70% des Anfangswertes abgesunken ist. Das heißt im Umkehrschluss: Die Leuchte mit der 100.000 Stunden-Garantie ist in der Regel nach 11,5 Jahren noch nicht kaputt, sie liefert immer noch 70% der ursprünglichen Lichtleistung.
Ein weiterer zentraler Punkt für die Bewertung der Lebensdauer von Leuchtkörpern ist die Schaltfestigkeit. Die Häufigkeit von Schaltvorgängen (Schaltzyklen) hat entscheidende Auswirkungen auf die Lebensdauer von Leuchtkörpern. Das bedeutet nichts anderes, als das Leuchtkörper, die mehrfach am Tag ein- bzw. ausgeschaltet werden, etwa durch Bewegungsmelder in Treppenhäusern oder Kellerräumen, eine deutlich verkürzte Lebensdauer aufweisen. Demgegenüber sind LEDs gegenüber Schaltvorgängen ziemlich unempfindlich, halten folglich länger. Während die Schaltfestigkeit bei normalen Energiesparleuchten mit etwa 3.000 Schaltzyklen und bei besonders hochwertigen Energiesparlampen mit 10.000 bis 20.000 Schaltvorgängen angegeben werden, liegen die Werte bei LEDs zwischen 50.000 und 1.000.000 Schaltzyklen, letzteres ist allerdings (noch) die Ausnahme.

Interessant in diesem Zusammenhang, dass für die Begrenzung auf eine bestimmte Anzahl von Schaltzyklen nicht der eigentliche LED-Chip verantwortlich ist, sondern die Steuerelektronik und das Netzteil. Die LEDs selbst wären in der Lage, mehrere Millionen Schaltvorgänge problemlos zu überstehen.